Familie
Lesse stellt beide Könige
Schützenfest
in Großenkneten: Vater Wolfgang ist Schützenkönig, Sohn Jan Kinderkönig
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Schützenkönig Wolfgang Lesse mit Ehefrau Susanne,
umrahmt von (v. Ii.) Ingrid Witte (Damen-beste),
Gunda und Dieter CIaußen
(1. Adjutant), Lilli und Gerd Bruns (2. Adjutant) sowie Stefan Schütte, bester
Jungschütze |
Als Beste der Damen erwies sich Ingrid Witte. Alt-Schützenkönig
Willi Kertz verpasste seine zweite Amtszeit
nur um einen Ring.
Von
Jörg Grabhorn
Großenkneten.
Zwei Mal
die Zwölf und ein Mal die Elf
macht 35 Ringe - doch trotz
dieses hervorragenden Ergebnisses muss Großenknetens
Schützenkönig Willi Kertz ab
treten. Für eine zweite Amtszeit hätte er 36 Ringe erzielen
müssen. Neuer Schützenkönig ist Wolfgang Lesse (35 Ringe), der Vater des
Kinderkönigs Jan Lesse. Der Zwölf-jährige hatte am Sonntag unter dem Jubel
des Schützenspielmannszuges, in dem er Trommel spielt, die Königskette aus
den Händen seiner Vorgängerin Katharina Meyer (Bookholzberg) empfangen.
Nicht weniger groß war gestern der Jubel, als Wolfgang Lesse - ebenfalls
Mitglied im Spielmannszug mit 35 Ringen im Festzeit zum Schützenkönig
ausgerufen wurde. Seine Adjutanten sind Dieter Claußen und Gerd Bruns. Als
Beste der Damen erwies sich Ingrid Witte. Bester Jungschütze ist Stefan Schütte.,, Eigentlich nicht", sagte Jan Lasse auf die Frage, ob er mit dem Titel
gerechnet hatte. Entsprechend sprachlos nahm er den Gratulationsmarathon
entgegen. Sein erster Adjutant ist Bastian Pestrup (12), zuvor der Begleiter von
Katharina Meyer. ,,Er hat sich hochgearbeitet", meinte Horst Rehfeld, 1.
Schießmeister. 2. Adjutant ist Florian Brandt. Das Kinderkönigshaus besteht
also nur aus Jungen, während im Vorjahr die Mädchen mehr Treffsicherheit
bewiesen hatten.
Wie gewohnt hatte Horst Rehfeld nut angeschlagener Stimme die Proklamation
spannend gemacht, war bildlich gesprochen von Nord nach Süd durch den Ort gewandert,
über Buchen- und Jasminweg zur Hauptstraße, wo Familie Lesse wohnt.
Bereits am Sonnabend war Willi Kertz auf seinen Abgang
vorbereitet worden. Vom
Vorsitzenden Heino Wedermann erhielt er eine Dankesurkunde und von Horst
Rehfeld 100 000 DM, allerdings geschreddert. Wegen des regnerischen Wetters war
der bei Kertz daheim geplante gemütliche Abend kurzfristig ins Festzeit
verlegt worden - zum ersten Mal seit über 20 Jahren, so Wedermann. Kertz'
Nachbarn betätigten sich als Kellner. Sie waren es denn auch, denen der
scheidende Schützenkönig neben seiner ,,Royal Farmily" und seinem
,,Volk" in einer launigen Rede seinen besonderen Dank aussprach.
Als ,,Willi the peng" lobt Nachbarin Silke Tschorr Willi Kertz. Schon als
Kind hab er sicheres Schießen geübt beim Bewerfen seines Bruders mit
Ostereiern im frisch tapezierten Schlafzimmer.
Der Spielmannszug hatte übrigens die Vorjahres-Damenbeste Bärbel Menke rechtzeitig zum Schützenfest geweckt: Am Sonnabend
zuvor brachten 40 Musiker der Großenkneterin
ein Ständchen an ihrem Wohnort in der Nähe von Frankfurt.