Zwei Schützenvereine planen die Fusion

SCHIEßSPORT   Steinloge und Großenkneten stellen Verschmelzungsvertrags-Entwurf zur Diskussion

VON KLAUS DERKE

GROßENKNETEN/STEINLOGE - Kommt es Anfang des Jahres 2004 zur ersten Fusion von Schützenvereinen in der Gemeinde Großenkneten?

Als Diskussionspapier jedenfalls wird jetzt ein „Verschmelzungsvertrag“ zwischen dem Schützenverein Großenkneten und Umgebung e. V. und dem Schützenverein Steinloge e. V. den Mitgliedern beider Vereine auf den Jahreshauptversammlungen vorgestellt. In Steinloge ist das am 9. Januar der Fall, in Großenkneten am 21. Januar.

Sollte das von den Vorständen beider Vereine erarbeitete Papier Zustimmung finden, würde auf außerordentlichen Generalversammlungen im Februar die Verschmelzung zur Abstimmung gestellt, wobei jeweils 75 Prozent der anwesenden Mitglieder ihr Ja abgeben müssten.

Wie Hartmut Schütte, 1. Schießmeister in Großenkneten, der NWZ berichtete, seien die Steinloger Schützen auf den Großenkneter Verein zugekommen. Schon seit Jahren gibt es freundschaftliche Kontakte sowie auch etliche Doppelmitgliedschaften.

Der kleine Steinloger Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern hat auf Dauer keine Überlebenschance mehr. Um den Steinloger Schützen aber auch weiterhin eine Heimat zu geben, war zunächst die Idee gekommen, eine Kompanie Steinloge in den Großenkneter Schützenverein zu integrieren. Nach ausführlicher Beratung sei man jedoch zu dem Schluss gekommen, dass eine „Verschmelzung“ der beiden Vereine zu einem neuen „Schützenverein Großenkneten und Umgebung“ der bessere Weg sei, so Schütte. Der Großenkneter Schützenverein hat derzeit knapp 400 Mitglieder. Zusammen mit den Mitgliedern aus Steinloge würde der neue Verein knapp 500 Mitglieder haben. Der Schießstand in Steinloge soll aufgegeben werden. Das sportliche und gesellige Geschehen wird sich auf Großenkneten konzentrieren.

Eine Bündelung der Aktivitäten sei im Interesse der Mitglieder beider Vereine und würde besonders auch der wichtigen Jugendarbeit zugute kommen, meinen die Vorstände. Es werde möglich sein, die bisherigen Angebote zu stabilisieren und weiter auszubauen, wobei der neue Verein sich auf eine breitere finanzielle Basis stützen könne. Beide Vereine sind derzeit schuldenfrei.

---------------
Diesen Artikel liefert Ihnen NWZ-online.de.